Über Erwin Kastner

Freischaffender bildender Künstler
Geboren am 18. Februar 1957 in Haag (Niederösterreich)
Auseinandersetzung mit verschiedenen Techniken:

  • Grafik
  • Aquarell
  • Acryl
  • Öl
  • Glas
  • Skulpturen

Internationale Kunstkalender und Projekte
Werke in öffentlichem und privatem Besitz
Mitglied in der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs

Ausstellungen

im In- und Ausland:
Wien, Linz, Innsbruck, Salzburg, Graz, St. Pölten
Brüssel, Berlin, Verona, Straßburg
New York, Shanghai, Paris

Kunstbände

1995: Traumlandschaftsgeschichtenmalerei
1997: Farbklänge
2000: Anziehungskraft
2002: LebensFrüchte
2006: Emotionen
2010: Kastner 2010
2014: Handschrift

Kursleitungen

Dozent an der Akademie der bildenden Künste Kolbermoor, Deutschland
Dozent an der Akademie Bad Reichenhall, Deutschland
Dozent an der Akademie Stift Geras, Österreich
Dozent an der Kunstfabrik Wien, Österreich
Dozent an der Kunstakademie Neustift, Südtirol

Kunstkalender

Unter anderem mit K12-Kalenderverlag,  VOEST, Siemens, Wiener Städtische, Ebner, OMYA, Doka, ACAT, CNH Österreich, Forster, Haupt Berlin, KAIPO.

Spontan Realismus

Schlägt man in Wörterbüchern unter „spontan“ nach, so findet man Definitionen wie:
„plötzlich, einem inneren Antrieb folgend“
„ohne bewusster Überlegung“ oder
„für die Umgebung oft überraschend“.

Betrachtet man unter diesen Aspekten die Gemälde des Künstlers, so ist der neu kreierte Begriff des Spontan Realismus weit mehr als nur aussagekräftig.

Hat man dazu auch die Möglichkeit, dem Maler während der Arbeit über die Schulter zu schauen und sieht man – oder besser noch erlebt man- mit welcher Schnelligkeit, welchem Schwung und welcher Begeisterung eines seiner Werke entsteht, so wird aus diesem simplen Wort eine Emotion.

Erwin Kastner ist mit dem Künstler Voka Begründer des Spontan Realismus.

Andere über Erwin Kastner

Eine Hommage an die Sinnesfreuden

Anmut und Leichtigkeit sind charakteristisch für die Arbeiten von Erwin Kastner. Um einen solchen Eindruck zu erreichen, braucht es Talent, Können und vor allem Erfahrung. Seit vielen Jahren arbeitet der 1957 im Niederösterreichischen Haag geborene Künstler an seinem Werk, das aus Leinwandarbeiten, aus Aquarellen und aus Glaskunstwerken besteht. Nicht nur in seiner Heimatstadt, wo eine von ihm geschaffene Brunnenskulptur aus Glas den Hauptplatz ziert, genießt der Künstler hohes Ansehen, auch international wurde er durch Ausstellungen und Buchpublikationen bekannt.
Bericht in der Zeitschrift „Der Kunsthandel” 11/2011, von Helmut Orpel

In ganz besonderem Maße ist Erwin Kastners Schaffen von der Aquarellmalerei geprägt. Der leichte, duftige Farbauftrag setzt Maßstäbe, die der Künstler auch in den anderen Techniken erreichen möchte. Durchs Aquarell hat er außerdem gelernt, draußen im Freien, unmittelbar vor dem Motiv zu arbeiten. Dieses Vorgehen schult das Auge und die Hand. Proportionen müssen intuitiv erkannt und auf das Blatt übertragen werden. Außerdem muss der Künstler rasch und spontan auf die Eigenwilligkeit der Farbe reagieren. Wahrnehmung und bildnerische Übersetzung laufen hier zeitgleich. Die rasche Änderung der Licht- und Schattenwirkung während des Malprozesses erfordert ein ebenso geschwindes Reagieren. Die Kunst, beim Malen mit dem Motiv eins zu werden, trainiert Kastner fast jeden Tag.

Dynamische Gemälde

Obwohl die Acrylarbeiten Kastners ähnlich spontan wie die fast flüchtig skizzierten Aquarelle wirken, verläuft der Malprozess hier doch ganz anders. Er setzt genaue Vorzeichnungen voraus. Die Zeichnung bildet hier das Grundgerüst. Schritt für Schritt tastet sich Kastner mit dem Stift durch das Labyrinth der sich durchdringenden Linien, die dem Bild, ebenso wie unserer Wahrnehmung selbst, eine Struktur und Orientierung geben. Das intensive Zeichnen bringt ihm das Motiv näher, wie er sagt. Erwin Kastners Skizzen entstehen mit dem Tuschepinsel in einem Wurf. Der Künstler bezieht dabei unterschiedliche Perspektiven ein und bündelt sie. Die Skizze bildet die Vorstufe für das spätere Gemälde.
Im Zentrum des nächsten Schrittes steht dann die Farbe, die in Kastners Kompositionen zusätzliche Vitalität und Dynamik bringt. In Bezug auf das Verhältnis zwischen Kolorit und Zeichnung fällt an den Arbeiten Kastners eine Besonderheit auf: Beide Elemente stehen sich hier als zwei absolut gleichwertige, mit einander korrespondierende Sphären gegenüber. Die Dynamik der Farben scheint sich völlig frei von den zeichnerischen Vorgaben zu entwickeln und so emotionale Schwingungen zu entfalten, die im Wechselspiel mit der durch die Linien vorgegebenen Struktur stehen.
Mit anderen Worten: Bei Erwin Kastner ordnet sich die verwendete Farbe nicht der Linie unter, sondern bildet, unabhängig davon, in einem gewissen Sinn ein farbliches Spiegelbild von den Schwüngen und Empfindungen, die durch die Linien der Zeichnungen ausgedrückt werden.

Spontanität setzt Können voraus

Ein drittes kommt noch hinzu. Erwin Kastner lässt in seinen Bildern Weite entstehen. Sowohl die intensiven Farbtöne als auch die dynamischen, mit raschem Strich konstruierten Formen haben hier genügend Raum, um sich frei zu entfalten. Nur so ist der lebendige Eindruck möglich, wie wir ihn hier erleben. Kastners Kompositionen wirken spontan, so als seien sie völlig unverkrampft in einem glücklichen Augenblick entstanden. Die jahrzehntelange Routine, die dahinter steht, erkennt der Kenner allerdings sofort.
Dieses hohe Maß an Kunstfertigkeit, das sich in einer spontanen, nahezu spielerischen Art und Weise ausdrückt, hat Erwin Kastners Schaffen weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt gemacht.
Zahlreiche internationale Ausstellungen sowie mehrere eindrucksvolle Bildbände trugen dazu bei, dass sein Schaffen heute in hohem Ansehen steht. Seit einigen Jahren ist er auch als Lehrer an renommierten Kunstschulen gefragt. So unterrichtet er beispielsweise in Bad Reichenhall, in Wien und im Kloster Neustift in Südtirol.

Faszinierende Glaskunst

Mit besonderer Hingabe hat sich Erwin Kastner in den letzten Jahren der Glaskunst gewidmet. Glas ist aufgrund seiner Transparenz und Leuchtkraft, besonders aber wegen seiner Oberfläche, ein überaus interessantes Material für die Kunst.
Kastner fasziniert an der Arbeit mit Glas außerdem, dass hier eine Synthese aus dem technischen Prozess und der künstlerischen Idee entsteht. Bezüglich der Umsetzung arbeitet er mit erfahrenen Handwerkern zusammen. „Eine gelungene Glasarbeit“, so sein Credo, „wirkt wie ein Aquarell, leicht und duftig.“
Die Leichtigkeit, die Kastner hier unterstreicht, ist allerdings nur eines der Kriterien, die den Charme seiner Werke ausmacht. Mindestens ebenso wichtig ist es, dass seine Farben und Formen die Seele des Betrachters intensiv berühren. Dies trägt dazu bei, die Lust am Schauen und die Sinnesfreuden mitzuerleben. Für dieses Fest der Sinne hat Erwin Kastner eine Sprache gefunden, die überall auf der Welt verstanden wird.